Republik der Heiserkeit
Republik der Heiserkeit von 206 im Review
206 (sprich: Zweihundertsechs) präsentieren endlich ihr langerwartetes Debütalbum. Timm Völker (Vocals /Gitarre), Leif Ziemann (Bass) und Florian Funke (Drums) kamen auf diesen außergewöhnlichen Namen aufgrund ihres gemeinsamen Körpergewichtes bei der Gründung 2008. Und genau diesen Ideenreichtum erwartet den Hörer auch auf dem Debütalbum "Republik der Heiserkeit".
Nach 70 Shows in 1,5 Jahren beschließen die Musiker, dass es Zeit für den nächsten Schritt ist. Das Trio tut sich mit Produzent Tobias Levin zusammen und produziert mit ihm das längst fällige Album. Kurze aber durchaus vielschichtige Songs machen "Republik der Heiserkeit" zu einer ganz besonderen Platte. Timm Völker nimmt kein Blatt vor den Mund, er klagt mit seinen Texten an und schafft es auf die Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen. 206 nehmen keine Rücksicht auf Verluste, die spielen sich alles von der Seele.
Direkt der Opener "Keine Sonne Keine Cola" zaubert dem Hörer ein Lächeln auf die Lippen und man weiß direkt, woran man ist. Und das wird dem Hörer mit jedem einzelnen Track mehr klar. Besonders Goldjunge: Was bleibt mir anderes übrig als in meiner Armut einzugehen? Was? macht deutlich, dass 206 nicht nur unterhalten wollen, sondern auch gern etwas in der Gesellschaft ändern würden. Ein gelungner Abschluss ist der letzte Song "Republik der Heiserkeit", dieser wirkt durch seine Schlichtheit besonders überzeugend und wenn auch nur einige Hörer jetzt über die Gesellschaft nachdenken, dann hat sich diese Scheibe schon gelohnt.
Eine geniale Mischung aus Gitarre, Bass und der rauen Stimme von Timm Völker machen "Republik der Heiserkeit" zu einer Gute Laune Scheibe. Und es wird auch nicht langweilig, wenn die Platte rauf und runter spielt, bei jeden neuen Anhören, entdeckt man eine neue Facette von 206. In meinem Augen ein echter Geheimtipp und dafür Daumen hoch.



