• Die Toten Hosen

    Die Toten Hosen sind eine Rock Band aus Düsseldorf, die sich aus der deutschen Punkbewegung entwickelt hat und '82 gegründet wurde.

    Neben den Die Ärzte sind die Hosen die kommerziell erfolgreichste Band mit Wurzeln im Punkrock in Deutschland. Auch international sind sie äußert erfolgreich.

    Politische Aktivitäten

    Die Toten Hosen stellten sich wiederholt öffentlich mit Musik, Wort und finanzieller Unterstützung auf die Seite verschiedener politischer Organisationen und beteiligten sich an deren Aktionen. Allerdings haben die Bandmitglieder wiederholt erklärt, sich nicht parteipolitisch einspannen zu lassen. So lehnten sie beispielsweise eine Anfrage der SPD ab, ein Lied für deren Europawahlkampagne von 1994 zu schreiben.

    Bereits 1991 erschienen sie auf dem Sampler NAZIS RAUS mit dem Titel Fünf vor Zwölf und unterstützten 2006 die „Kein Bock auf Nazis“-Kampagne der Band ZSK.1992 im Bonner Hofgarten nahm die Band an einer Kundgebung gegen Ausländerhass teil und trat zusammen mit Herbert Grönemeyer, Nina Hagen und anderen vor fast 200.000 Mitdemonstranten auf. 1995 unterstützte sie Greenpeace, Ärzte gegen Atomkrieg, Aktion Atomteststop, den BUND und war mit dem Stück Tout Pour Sauver L'Amour auf deren Sampler Stop Chirac vertreten.1998 protestierte sie in Ahaus mit einem Konzert auf den Gleisen gegen einen Castor-Transport. Aufmerksamkeit erweckte die Band, als sie 2002 auf den Plakaten der Tierschutzorganisation PETA nach dem Motto: „Lieber nackt als im Pelz“ unbekleidet posierten. Außerdem finanzierte sie 2005 den Sampler On the Run der Menschenrechtsgruppe PRO ASYL und waren dort mit dem Titel Meine Stadt vertreten.

    Beziehungen zur Heimatstadt Düsseldorf

    Im Laufe der Bandgeschichte haben die Toten Hosen durch verschiedene Aktionen der Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt Ausdruck verliehen. Im Sommer 1995 trug die Band zusammen mit einem Teil der Düsseldorfer EG gegen die von der finnischen Nationalmannschaft unterstützten Leningrad Cowboys beim „Powerplay des Wahnsinns“ an der Düsseldorfer Brehmstraße ein Eishockeyspiel aus. Unter dem Teamnamen „Knochenbrecher Düsseldorf“ verloren sie nur knapp mit 10:11. Sie schlüpften 1996 in Damenkleider, Seidenstrümpfe und hochhackige Schuhe und nahmen unter dem Motto „Wir beerdigen den guten Geschmack“ mit einem eigenen Wagen am Düsseldorfer Karnevalszug teil.

    Die Toten Hosen gelten als die prominentesten Fans des Düsseldorfer Fußballclubs Fortuna Düsseldorf. Ende der achtziger Jahre halfen sie dem Verein mit einer Spende von 200.000 DM, den Kauf des Spielers Anthony Baffoe zu finanzieren.Von 2001 bis 2003 sponserten sie den Verein, als dieser in größere finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 2002 ging die Band mit der Brauerei Diebels einen Werbevertrag ein und leitete die Einnahmen an die Jugend des Vereins weiter, die das Totenkopflogo der Band auf ihrem Trikot trägt.
    Eines Tages wollen die Toten Hosen in Düsseldorf beerdigt werden, deshalb haben sie dort auf dem Südfriedhof eine Grabstätte für 17 Personen gemietet.

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